Elisabeth Gilbert über Kreativität und Genie und Angst
Dies ist der beste Beitrag zum Thema Kreativität, der mir je untergekommen ist.
Für mich ist jedes Wort davon wahr.
Dies ist der beste Beitrag zum Thema Kreativität, der mir je untergekommen ist.
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Kommentare
Einige wenige
Nur sehr wenige wagen es, das Paradigma des Leidenskünstlers infrage zu stellen. Es steckt womöglich viel Katholizismus in dem Glauben, dass der Künstler leiden müsse. Ja, der Schriftsteller ganz besonders! Aber je mehr Leiden, desto mehr Eitelkeit im Grunde - war nicht Thomas Mann, der Leidenskünstler par excellence, ein eitler, verlittener und leidensverliebter, der Vergangenheit völlig verfallener Herr mit größestbürgerlichen Allüren? Aber ja, natürlich - wer das so oder so ähnlich noch heute für sich will ...
Vielleicht weniger eitle Geister wie eben hier E. Gilbert, oder aber auch Simon Rattle, der mir eben einfällt ("But the minute you start thinking: it's about you - you're in crisis!", im Film Trip to Asia) könnten heutigen Künstlern Anlaß sein, die Doktrin des Leidens als Geißel der Tradition (die immer "war" und nie innovativ sein kann) zu hinterfragen. Aber die Stimmen dieser Wenigen sind zu leise (da sie zu arbeitssam sind?) und sie werden kaum gehört.
Ein Punkt sei noch nachgestellt: der reflexive Geist, der nicht nur um sein Leiden weiß, sondern es in falscher Selbstwertsteigerung erzeugt, ist ein verlogenes Ungetüm, das dazu tendiert, sich mehr und mehr in sich selbst aufzuhäufen. Die Produkte eines solchen Geistes sind nur dann etwas wert, wenn über all die ungeheure Eitelkeit hinweg doch noch, dann jedoch wie wie durch ein Wunder, "Genius" spürbar wird.
Wie schön darum, dass Du hier dieses sehr lebendige Statement einer lebendigen Künstlerin an's Licht gehoben hast!
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