Über Malerei
Es ist immer die Sehnsucht in mir, Formen und Farben entstehen zu lassen und das warme, innere Gefühl zu spüren, das mich bewegt, wieder zum Pinsel zu greifen.
Beim malen geht es mir eher um den Genuss die Farben zu mischen, sie zueinander harmonisch abzustimmen und die Illusion eines bestimmten Lichtspiels zu erreichen.
Hell–dunkel, warm–kalt, monochrom–farbig, nah–fern.
Die Farbe kann man sehen und berühren, man ist in einem ganz inneren Kontakt mit ihr; es ist dies ein Liebesakt, bei dem es keine Hintergedanken, keine Ziele oder Grenzen gibt. Es ist ein sich–nahe–sein und ein Genuss.
Ich bewundere sehr die Natur – die eigentliche Künstlerin für mich. Da ich Teil dieser Natur bin, erlaube ich mir, mich von ihr inspirieren zu lassen.
Die Frau, das Weibliche oder die Weiblichen Formen gehören zu meinen grössten Leidenschaften – die Fortpflanzung und die Gabe, das Leben weiter fliessen zu lassen, ist eine Feier der Natur.
Und so fühle ich mich jedes mal, wenn ich den Pinsel in der Hand halte, als Teil dieses Ereignisses.
Und wenn ich schon das Gefühl habe: es ist genug – kann ich das Bild so lassen und in diesem Moment für fertig erklären oder ganz einfach übermalen; aber eben diese letzte Etappe ist nicht das wichtigste, sondern der Akt davor.
Ein Bild als Endprodukt kann ich dann irgendwann auch noch verändern, wenn ich das Bedürfniss habe. Das ist auch ganz in Ordnung, denn die Zeit verändert auch meine Sicht darauf und so wird es zu einem endlosen Spiel.